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Bildungsangebote

Bleiben Sie neugierig!

Mitarbeiterschulung zu bodenaufbauenden Anbauverfahren und Direktsaat

Zielgruppe: Mitarbeiter und Interessenten des Verantwortungsbereiches Pflanzenbau, ökologisch und konventionell wirtschaftender Betriebe

Ablauf: zweitägige Seminare im Gemeindehaus Dannenberg und auf den Feldern der Produktivgesellschaft Dannenberg mbH

Vorbereitung auf das Seminar im eigenen Betrieb: Feststellen des Garezustandes (Tiefe der krümeligen Bodenschicht) unter den Kulturen des eigenen Betriebes.

Das Arbeitsmaterial zur Mitschrift im Kontext der Themen wird gestellt.

Je nach Vegetationsstand werden aus den folgenden Themen Schwerpunkte ausgewählt. Die Zweitagesschulungen sind so Ihren aktuellen Fragen angepaßt.

 

Einheit Thema
Organisation Begrüßung, Vorstellungsrunde, Ziele der Teilnehmer

erster Tag

  • Gare – wichtigstes Merkmal der Bodenfruchtbarkeit
  • Bodenbildung, Pilz-Bakterien-Verhältnis, Humus als lebendiger Boden,
  • Aerobie und Anaerobie
  • Ursachen und Auswirkung der Verdichtung
  • Elastizität der Bodenoberfläche, Scherwiderstand, Überrollhäufigkeit,
  • Unterbodenverdichtung
  • Transport und Ernte in festen Fahrspuren
  • Untersaat, Zwischenfrucht und Beisaat als Schlüssel der Garebildung
  • in der Praxis etablierte Varianten, Bestellung der Folgekulturen
  • praktische Übung: Bodenansprache mit dem Spaten vor einer Bearbeitung
  • oder Bestellung
zweiter Tag:
  • Krankheitsmanagement ist ein Nährstoffmanagement
  • wie Düngungsempfehlung umsetzen? Kalk, organische Düngung, Cultan
  • Bewertung von Pflanzenanalysen
  • Kohlenhydratstau in der Sprossspitze und Anreicherung von N-Verbindungen im Pflanzensaft – häufige Frühsymptome von Pflanzenkrankheiten
  • Einführung von Direktsaat
  • Risikovermeidung bei der Umstellung
  • Unterschied zwischen Gare- und Saatfurche, wann Tieflockern
  • Scharform, Saatkorngröße, Ablagetiefe, Saatschlitzprobleme, Fahrtrichtung, Saatzeitpunkte von Saat, organischer Düngung und Kalkung
  • Umgang mit typischen Unkrautarten
  • Vermeidung von Schnecken- und Mäuseschäden
  • Pro und Kontra von Pflanzenschutzmitteln
  • praktische Übung: Unterschied sproß- und wurzeldominantes Wachstum der Kulturpflanze, wie reparieren welche Unkräuter Gareschäden

 

CULTAN-Praktiker-Tag

 

Der Praktikertag wendet sich an Betriebsleiter des Pflanzenbaues und der Tierhaltung. Es wird erläutert, warum N-Düngung im Wurzelbereich, ohne geteilte Gaben, mit preiswerten Flüssigdüngern nicht nur unter trockenen Bedingungen eine ausreichende N-Ernährung der Bestände sichert.

Für tierhaltende Betriebe ist es interessant, dass typische Qualitätsprobleme der Futterproduktion reduziert werden können.

Neben diesen Vorzügen ist ein wesentlicher Vorteil, dass die Krankheiten in den cultangedüngten Kulturen weniger intensiv verlaufen. Deshalb ist der Betriebsmitteleinsatz reduziert. Nicht zuletzt zeigt sich in Dannenberg, dass die Bestellung in Direktsaat mit der Cultandüngung optimal verbunden werden kann. Diskutieren Sie mit uns den Wirkungsgrad Ihres Betriebsmitteleinsatzes.

Für den praktischen Ansatz steht Cultan-Technik neuester Generation bereit. Die Produktivgesellschaft Dannenberg mbH wird an der Maschine von ihrer dreijährigen Praxiserfahrung berichten.

Schnuppertag für Interessenten des Praktikerseminars

 

Die Ansätze der organischen Anbauverfahren, speziell im konventionellen Betrieb, sind jedes Jahr eine Herausforderung. Aber Bodenstrukturaufbau für eine rentable, klimaflexible Landwirtschaft erfordert eine Weiterentwicklung der Anbauverfahren. Wir sehen den Weg in der Umsetzung  garefördernder Methoden. Diese bauen oft auf die Erfahrung und Forschungsergebnisse vergangener Jahrzehnte auf, müssen aber mit heutiger Technik umgesetzt werden.

Im Juni kann auf einer Flurrundfahrt anhand der Bodenstrukturansprache mit dem Spaten, an extra dafür ausgehobenen Profilgruben, mit dem Test wasserbeständiger Krümel und der Auswertung von Bodenchromatografien gezeigt werden, welche Maßnahmen des Bodenaufbaus auf den diluvialen Böden wie wirken.

Wir beobachten viel, denn die Wirkung einer Anbaumaßnahme ist nicht „aus dem Lehrbuch“ abzulesen. Wir benutzen einfache Methoden, die dem Landwirt zur Verfügung stehen. Wir verbinden Beobachtung, analytisches Ergebnis und Vollkostenanalyse zur Entwicklung der Anbauverfahren.

 

Chroma-Workshop

Der Rundfilterchromatogramm-Test  nach Ehrenfried Pfeiffer ist ein wissenschaftlich nicht anerkanntes Verfahren, das zu den sogenannten bildschaffenden Methoden gezählt wird. Aus dessen Resultaten kann aber eine Aussage über die Aktivität und Zusammensetzung der Bodenmikrobiologie abgeleitet werden.

 

Das Bodencroma kann im eigenen Betrieb erstellt werden, Sie können damit die Aktivität des Bodenlebens selbst visualisieren.


Die bildschaffenden Methoden wurden aufgrund von Fragestellungen entwickelt, die auf Anregungen von Rudolf Steiner zurückgehen. Eine Vorstufe des Rundfilterchromatogramm-Tests wurde jedoch zuerst von dem Chemiker Friedlieb Ferdinand Runge erfunden, der bereits 1850 und 1855 die Sammlungen „Musterbilder“ und „Bildungstrieb der Stoffe“ veröffentlichte.[1] Diese, auch Runge-Bilder genannten, Musterbilder gelten als Vorläufer der Papierchromatographie. Ehrenfried Pfeiffer entwickelte daraus in den 1950er Jahren den Rundfilterchromatogramm-Test, um eine rasche Orientierung über den qualitativen Zustand von Erden und Komposten zu ermöglichen.

Verfahren:
Ein rundes Chromatographiepapier wird über einen zentralen Docht mit einer Silbernitratlösung bis zu einem Radius von 4 cm imprägniert. Nach einer folgenden Trockenzeit von 2 bis 3 Stunden steigt in einem neuen Docht der Extrakt des Untersuchungsgutes auf. Der sogenannte Steigvorgang wird abgebrochen, sobald sich die Lösung im Papier bis zu einem Radius von 6 cm ausgebreitet hat. Nach dem Trocknen der Bilder ist zur Bildentwicklung noch eine Einwirkung von diffusem Licht notwendig. Das so entstandene Rundfilterchromatogramm wird anhand von morphologischen Kriterien ausgewertet und mit Hilfe von standardisierten Vergleichsbildern interpretiert. (nach Wikipedia)

Wir nutzen den Chroma-Test neben der Spatenprobe, dem Wasserbeständigkeitstest von Bodenkrümeln, der Profilansprache und dem von Törne-Frasstest, um die fördernde oder hemmende Wirkung der Anbaumaßnahmen auf die Bodenbiologie zu verfolgen. Im Chroma-Workshop wird an Ihren Bodenproben die handwerkliche Fertigkeit für die Nutzung des Test erlernt.